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Account-Based Advertising (ABA)

Was ist Account-Based Advertising? Eine Strategie, die Marketing- und Werbebudgets auf spezifische hochwertige Zielkonten konzentriert, statt auf eine breite Zielgruppe.

Was ist Account-Based Advertising (ABA)?

Account-Based Advertising ist ein präzisionsbasiertes Werbekonzept, bei dem Sie Ihre Anzeigenbudgets direkt auf eine kleine Anzahl von hochqualifizierten Zielkonten konzentrieren, anstatt eine breite Zielgruppe zu erreichen. Im B2B SaaS unterscheidet sich ABA fundamental von traditioneller Display- oder Search-Werbung: Es geht nicht um Massenreichweite, sondern um strategische Kontaktaufnahme mit Entscheidungsträgern in genau definierten Unternehmen.

Ihre ICP (Ideal Customer Profile) wird bei ABA noch konkreter: Sie identifizieren nicht nur die ideale Firmengröße oder Branche, sondern arbeiten mit einer expliziten Liste von 20 - 500 Zielkonten, auf die Sie dann abgestimmte Anzeigen ausstrahlen.

Account-Based Advertising vs. Breit gestreute Werbung

Kriterium Account-Based Advertising Breit gestreute Werbung
Zielgruppe 20 - 500 spezifische Zielkonten Tausende bis Millionen potenzielle Kontakte
Personalisierung Hochgradig personalisiert pro Konto Segmentbasiert oder generisch
Budget-Effizienz Konzentriert auf wenige hochwertige Konten Verteilt auf große Zielgruppe
ROI-Potenzial Sehr hoch bei guter Umsetzung Variabel, abhängig von Skalierbarkeit
Best für Enterprise-Deals, lange Sales-Zyklen Product-Led Growth, schnelle Konversionen

Plattformen für Account-Based Advertising

LinkedIn Campaign Manager ist die Primärplattform für ABA im B2B. LinkedIn ermöglicht präzises Targeting nach Jobfunktion, Seniority, Branche und Unternehmensmerkmalen. Sie können auch Zielkontenlisten hochladen und LinkedIn zeigt Anzeigen nur diesen Konten.

Google Ads unterstützt ABA über Custom Intent Audiences und Customer Match mit Kontolisten. Allerdings ist Google Ads eher für Demand Capture als für echtes Account-Based Advertising optimiert.

6sense, Terminus und Demandbase sind spezialisierte ABA-Plattformen, die automatisierte Kontenerkennung, Intent-Signale und Cross-Channel-Orchestrierung bieten. Diese Tools sind jedoch für größere Enterprise-Teams gedacht.

Targeting-Strategien für ABA

Named Account Lists: Sie laden eine CVS-Datei mit spezifischen Zielkonten hoch (z.B. "Siemens", "SAP", "Salesforce"). LinkedIn und andere Plattformen matchen diese gegen ihre User-Datenbank und zeigen Anzeigen nur an Mitarbeitern dieser Unternehmen.

Lookalike Accounts: Sie identifizieren Ihre besten bestehenden Kunden und lassen die Plattform ähnliche Unternehmen finden - gleiche Größe, Branche, technischer Stack.

Intent-basierte Accounts: Sie nutzen Intent-Daten (siehe Buyer Intent Data), um Konten zu identifizieren, die aktiv nach Lösungen in Ihrer Kategorie suchen, und konzentrieren dann Anzeigen auf diese.

Account-Based Advertising im B2B SaaS Funnel

ABA funktioniert am besten in der Awareness- und Consideration-Phase. Der Ansatz ist:

1. Sie haben eine Liste von 100 - 200 Zielkonten definiert
2. Ihre Anzeigen prägen sich dort ein ("Top-of-Mind")
3. Wenn ein Entscheidungsträger von diesem Unternehmen später aktiv nach Ihrer Lösung sucht, erkennt er Sie bereits wieder
4. Conversion erfolgt über andere Kanäle (Email, Sales Call, Website)

Die Metrik ist nicht "Conversion Rate pro Impression", sondern "Anteil der Zielkonten, die zum Deal führen".

Messung und KPIs für ABA

Account Reach: Wie viel Prozent Ihrer Zielkontenliste haben die Anzeigen gesehen? Ziel: 40 - 60% über 3 - 6 Monate.

Engagement Rate: Clicks, Video Views, Lead Form Completions pro Impression. Im B2B SaaS liegt das Benchmark bei 0,5 - 2%.

Cost per Account Engaged: Werbebudget / Anzahl der Zielkonten, die mit mindestens einer Anzeige interagiert haben.

Pipeline Influence: Welcher Anteil der generierten Opportunities kam von Konten, die ABA-Anzeigen sahen? Diesen Tracking zu etablieren erfordert Multi-Touch Attribution.

Best Practice: ABA braucht mindestens 3 - 6 Monate zur Messung. Nicht nach 4 Wochen stoppen - die Auswirkungen sind kumulativ.

Praktische Umsetzung: Schritt-für-Schritt

Schritt 1: Definieren Sie Ihre Top 100 - 200 Zielkonten anhand Ihrer ICP. Nutzen Sie CRM-Daten (bestehende Kunden) und Marktforschung.

Schritt 2: Laden Sie diese Liste in LinkedIn Campaign Manager hoch und erstellen Sie ein Custom Audience.

Schritt 3: Erstellen Sie 3 - 5 Anzeigenvarianten, die spezifische Schmerzen/Use Cases dieser Konten adressieren. Nicht generisch!

Schritt 4: Setzen Sie ein modestes Budget ein (€500 - 2.000/Monat) und testen über 2 - 3 Monate.

Schritt 5: Messen Sie Account Reach und Engagement, nicht Conversion Rate.

ABA ist eine strategische, langfristige Investition für B2B SaaS Unternehmen mit höherwertigen Deals und längeren Sales-Zyklen.

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